Franks prophetische Anmerkungen für 2018 – Teil 2

 

Fürchte dich nicht!

Im Gebetskreis wurde meine Aufmerksamkeit auf Psalm 34 gelenkt und ich spürte, diese Worte haben besondere Relevanz für das begonnene Jahr 2018. Wir lasen zunächst die Verse 5-6:

Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

So übersetzt es Luther. In der Elberfelder heißt es: … aus allen meinen Ängsten rettete er mich. Und: … ihr Angesicht wird nicht beschämt.

Mir stand beim Lesen dieser bekannten Verse sofort die religiöse Prägung vor Augen, die das genaue Gegenteil von diesen Worten bewirkt und sie damit außer Kraft setzt, ganz wie es Jesus den Schriftgelehrten erklärt:„ … und ihr habt das Wort Gottes ungültig gemacht um eurer Überlieferung willen.“ (Mt 15,6).

Gehen wir die Verse mal im Einzelnen durch: Es heißt zuerst: „Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir“. Unzählig müssen die frustrierten Christen sein, die mir schon über den Weg gelaufen sind, die genau mit dem Gegenteil dieses Verses rechnen und auch genau das Gegenteil davon erleben: dass sie den Herrn vergeblich suchen und keine Antwort erhalten. Das ist bitter. Ja, viele haben es darum auch eingestellt, den Herrn überhaupt zu suchen und haben keinerlei Erwartung mehr, dass sie tatsächlich und konkret Antwort auf ihr Gebet erhalten. Das ist, was ich die „religiöse Lähmung“ nenne. Die Bitterkeit ist dabei das Gift, welches die Lähmung verursacht. (Dazu hab ich eine kleine Broschüre geschrieben: „Lähmung überwinden“.)

Diese Erwartung(slosigkeit) und Erfahrung sind indes ganz unbiblisch. Zahllose Stellen versichern uns, dass Gott uns hört und hören will und dass er uns antwortet und das gerne tut. Denken wir nur an die Worte Jesu: „Bittet, und es wird euch gegeben, sucht, und ihr werdet finden, klopft an und es wird euch aufgetan. Denn jeder Bittende empfängt… (Mt. 7,7-8)

In diesen Worten steckt keine religiöse Vorbedingung nach dem Motto: Erst wenn du die Gebote alle hältst, dann…. Oder: Erst wenn du Gott gezeigt hast, wie fromm du bist… wie würdig… wie bekehrt… wie anständig… Nein, diese Hürden sind die Hürden der Religiosität – und ehrlich gesagt, werden wir nie anständig, bekehrt, würdig, fromm und Gebote haltend genug sein, um eine Antwort verdient zu haben. Gut, dass Jesus das alles ist! Und das für uns. Wie sehr er sich mit uns identifiziert, das ist uns i. d. R. nicht klar.

Nun hängt die Erfüllung des zweiten Teiles des Verses: „…aus allen meinen Ängsten rettete er mich“, ursächlich mit dem ersten Teil zusammen, nämlich dass er mir antwortet. Wenn wir keine Antworten erhalten, also auf uns selbst gestellt sind und faktisch alleine mit unserem überfordernden Leben (und Sterben) sowie einer furchterregenden Welt klarkommen müssen, dann haben wir schlechte Karten.

In Matthäus 24 werden uns die Endzeit-Katastrophen vor Augen geführt und die Reaktion darauf: Die Liebe der Meisten erkaltet wegen der Furcht vor dem, was kommt. Wir überwinden die Furcht und bleiben in der Liebe, wenn wir ganz sicher wissen (Gewissheit), dass der Herr uns nah ist und jedenfalls antwortet, wenn wir ihn fragen. Und wir befragen ihn über ALLES, Tag und Nacht, also JEDERZEIT. Er ist unsere Bezugsperson, mit der wir immer und über alles im Dialog stehen. Dann bleibt für die Furcht einfach nichts übrig und wir haben auch keine Zeit ihre Antworten. Wir wenden uns von ihr ab – und das kann sie nicht verkraften. Sie braucht schon unsere Aufmerksamkeit, um uns zu kontrollieren. Wir wenden unsere Aufmerksamkeit jedoch dem Herrn zu und treten damit in die Erfahrung seiner Herrschaft ein – voller Kraft, Liebe und Besonnenheit – in allen Dingen und jederzeit. So werden wir denn gerettet aus allen unseren Ängsten.

Nun ist diese Entängstung und Furchtlosigkeit sehr wichtig, um in 2018 nicht zurückzuweichen, sondern fest auf unserem Posten zu stehen, unser Feld zu behalten und es sogar zu erweitern. Die Rettung aus aller Furcht ist eine große Sache, die Welt kann das nicht mal denken und versinkt in grassierender Depression, wie uns die Krankenkassenberichte eindrücklich belegen.

Um gegen die Herrschaft der Furcht Widerstand zu leisten und ihr Seelen zu rauben und diese in mächtige Liebe, ewige Hoffnung und göttliche Kraft zu taufen, welche die Bitterkeit neutralisieren, müssen wir uns entschließen, uns nicht zu fürchten und uns weigern, mit der Furcht zu kooperieren. Dies ist eine ständige Aufgabe. Und bei unseren eigenen Familien beginnt es. Nirgendwo brauchen wir die täglichen Antworten Gottes mehr, als dort, um uns nicht zu fürchten, sondern auf Ihn zu schauen und zu strahlen… Darüber im nächsten Teil mehr.

2018 – ein Jahr der Furchtlosigkeit wegen täglichen Antworten auf alle unsere Ängste! Antworten wir nicht nach Gewohnheit selbst, sondern lassen Gott antworten… die Furcht wird sich wundern!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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