Franks prophetische Anmerkungen für 2018 – Teil 3

 

Schäme dich nicht!

Wie im letzten Beitrag erwähnt, haben wir uns in unserem Gebetskreis angefangen, mit Psalm 34 für das Jahr 2018 zu beschäftigen. Ging es im Vers 5 um die Entängstung und „Rettung aus aller unserer Furcht“ so handelt der 6. Vers von der Entschämung: dass wir „auf Gott schauen und strahlen vor Freude und unser Angesicht nicht schamrot wird.“

Erneut haben wir mit einer religiösen Prägung zu kämpfen, die eben die Scham als wichtiges Instrument benutz, um uns zu bestimmen. Wir werden ständig an unsere Versäumnisse erinnert, an unsere Fehler und „große Sünde“. Gott tut das aber nicht, jedoch rechnen sehr viele Christen genau damit, manche sogar ausschließlich. Also kommen sie erst gar nicht zum „Thron der Gnade“ (Heb 4,16), denn sie erwarten nicht die „rechtzeitige Hilfe“, sondern eine Standpauke bei erhobenem Zeigefinger. Dies ist ein sehr klares Anzeichen von Religiosität, die das wahre Bild von Gott völlig verzerrt bis in sein teuflisches Gegenteil.

David sagt in Psalm 16, 11: Vor ihm ist Fülle von Freude und Wonnen zu seiner Rechten immerdar. Seien wir ehrlich: Was erwarten wir, dort zu finden?

Damit wir angesichts von krassen politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen und kulturellen Erschütterungen alles Gewohnten und Gehabten standhalten und wie Leuchttürme in der Nacht scheinen können, müssen wir dem Angesicht Gottes nahe kommen, denn „der Herr lässt sein Angesicht über uns leuchten und ist uns gnädig“ (4Mo 6,25). Das Angesicht Jesu leuchtet wie die Sonne (Offb 1,16) und so werden auch wir leuchten, wenn wir uns diesem Angesicht zuwenden und in ihm spiegeln. Die Scham aber lässt eben das nicht zu, sie kann die Nähe nicht ertragen und schlägt die Augen nieder und bleibt auf (sicherem) Abstand. So allerdings kann das mit dem Licht der Welt sein nicht gelingen!, denn unser Licht ist ja sein Licht.

Stellen wir uns vor, wir wären eine Kerze und weigern uns, an die Flamme gehalten zu werden, die uns entzündet! Wir können unseren Sinn, Gottes Gegenüber zu sein und sein Wesen in die Welt hinein zu spiegeln nicht erfüllen, wenn wir uns schämen und die direkte Berührung mit Gott vermeiden. Nun gibt es viele Christen, die wollen das „Feuer Gottes“ durchaus haben, aber „vor sein Angesicht kommen“ wollen sie nicht. Aber genau dort ist das Feuer!

2018 ist ein Jahr des Feuers, ein Jahr der Entzündung und der aufgehenden Sonne. Eine Barriere von religiöser Furcht und Scham gegenüber Gott, unserem Geliebten, werden wir nicht länger akzeptieren. Nur in der direkten Berührung mit Ihm fangen wir Feuer und nur im direkten Anschauen Seines Angesichts verlieren wir alle falsche Scham, erkennen unser wirkliches Selbst und erstrahlen mit Jesus gemeinsam wie die Sonne! Die Gemeinde kommt aus jahrzehntelanger Beugung unter  Furcht und Scham heraus wie einst Israel aus dem Sklavenhaus Ägypten. Genug ist genug!

 

 

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